RÜCKBLICK - AUSBLICK
Aufregende Wochen liegen hinter meinen Ensembles und mir. Endproben, Premieren, Abschiede. Ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Berauscht vom Applaus; ernüchtert nach dem Abbau: alles sieht aus wie zuvor. Als wäre man nicht da gewesen.
Und doch weiß ich genau, dass diese so flüchtige Kunst, die scheinbar nur für den Augenblick lebt, nachhaltig ist. Natürlich wird der Bürgermeister in zwei Monaten nicht mehr wissen, dass die Leute sich nach der letzten Aufführung von "Grenzfälle" die Hände rot geklatscht haben. Natürlich wird der Verwaltungsrat bald nicht mehr wissen, dass die Grundschüler der Wilhelm-Ophüls-Schule bei "Tom Sawyer" über sich hinaus gewachsen sind. Gewichtige und meist unangenehme Themen verdrängen schnell Positives.
Doch für die Kinder, Jugendlichen und Eltern ist es unmöglich zu vergessen, wie man nach langer Arbeit mit einer solchen direkten Wertschätzung belohnt wird.
Wie jeder einzelne erleben konnte, dass er mehr kann, als er sich selbst und oft auch andere ihm zugetraut hatte.
Gestern gab es eine Lehrerkonferenz, in der auch über "Tom Sawyer" gesprochen wurde. "Das kann man eben nicht mit Mathe erreichen" war ein so bezeichnender Satz (nicht das ich glaube, Mathematik wäre kein wichtiges Fach!) Doch wie begeistert, waren die Lehrer darüber, ihre Kinder mal so ganz anders erleben zu dürfen.
Das kann eben nur Theater und - wie ich finde - spartenübergreifende Projekte im Besonderen: denn hier kann wirklich jeder zeigen und erfahren, dass er etwas kann.
Das ist etwas, was niemand diesen Kindern und Jugendlichen leben kann.
Das ist eine Erfahrung, die sie ihr Leben hindurch begleiten wird.
Das ist eine Erfahrung, die mir hilft weiter zu machen.
Trotz aller Sparzwänge.
Trotz aller Widerstände.
Trotz aller Unkenrufe und Panik mache, bald gäbe es niemanden mehr, der sich für Kultur interessiert.
Daher freue ich mich in der nächsten Spielzeit/im nächsten Schuljahr auf die Premiere von "move it" in Wuppertal, wo ich die jungen Tänzer bei ihrer Lebenswegplanung begleiten darf.
Auf die Premiere von "Beste Freunde - Ein Smartphonestück" von den Kindern der Musik- und Kunstschule, Velbert.
Auf die Premiere der "Nibelungen" mit dem jungen börsenensemble in Wuppertal!
Freitag, 26. Juni 2015
Sonntag, 7. Juni 2015
DER SCHÖNSTE JOB DER WELT!
Heute Abend spielen wir zum letzten Mal das Musical "Grenzfälle" im Forum Niederberg.
Und obwohl ich nicht mitspiele, ist es völlig natürlich "wir" zu sagen. Ich stehe hoch über der Bühne in der Lichtregie. Nicht jedes Wort kommt in der eigentlich schalldichten Kabine an, aber jeder gesprochene Satz trifft ins Herz und manchen auch in Zwerchfell... und das obwohl ich alles auswendig kenne - habe ich es doch geschrieben und 9 Monate mit den jugendlichen Akteuren geprobt.
Wenn sie tanzen und singen, will alles in mir mitmachen. Nicht eine Sekunde kommt Routine auf, obwohl wir hinter den Kulissen unglaublich routiniert arbeiten. Wenn im Vorfeld Unsicherheiten aufkamen (auf der Bühne kann man sich nie sicher sein), gab es Halt, Trost, Energie und Ideen aus dem Team. So steht jeder für jeden ein.
In den letzten Monaten sind die Jugendlichen aus dem Ensemble so gewachsen. Jeder hat seine eigenen Schritte gemacht und so wird es nicht langweilig, ihnen zu zuschauen.
Wann hat man schon mal so eine Gelegenheit?
Daher ist es keine Frage: Mein Job ist der Schönste der Welt!
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| Foto: Gerd Fierus |
Und obwohl ich nicht mitspiele, ist es völlig natürlich "wir" zu sagen. Ich stehe hoch über der Bühne in der Lichtregie. Nicht jedes Wort kommt in der eigentlich schalldichten Kabine an, aber jeder gesprochene Satz trifft ins Herz und manchen auch in Zwerchfell... und das obwohl ich alles auswendig kenne - habe ich es doch geschrieben und 9 Monate mit den jugendlichen Akteuren geprobt.
Wenn sie tanzen und singen, will alles in mir mitmachen. Nicht eine Sekunde kommt Routine auf, obwohl wir hinter den Kulissen unglaublich routiniert arbeiten. Wenn im Vorfeld Unsicherheiten aufkamen (auf der Bühne kann man sich nie sicher sein), gab es Halt, Trost, Energie und Ideen aus dem Team. So steht jeder für jeden ein.
In den letzten Monaten sind die Jugendlichen aus dem Ensemble so gewachsen. Jeder hat seine eigenen Schritte gemacht und so wird es nicht langweilig, ihnen zu zuschauen.
Wann hat man schon mal so eine Gelegenheit?
Daher ist es keine Frage: Mein Job ist der Schönste der Welt!
Samstag, 16. Mai 2015
MUT MACHEN!
Wir stellen uns in einem Kreis auf. Ein Schutzwall gegen das Gewusel, das viele helfende Hände verursachen, die gerade netterweise die Bühne abbauen.
Kinderaugen sehen mich leicht unsicher an. "Das war schon ganz schön toll", sage ich "jetzt braucht es nur noch etwas mehr Mut, damit auch alles so beim Publikum ankommt, wie wir uns das alle wünschen." Erleichterung in den Gesichtern. Doch dann kommt die alles entscheidende Frage: "Wie soll der Mut zu uns kommen?"
Eine gute Frage: Woher kommt Mut?
Mut kann nur aus uns selbst kommen. Aber als Theaterpädagogin ist einer meiner Aufträge: "Mut machen!"
Also, frisch auf ans Werk: Man kann auch Mut zusprechen. Aber wirkt das? Vermutlich nicht. Mut muss man erleben. Mut entsteht aus Vertrauen. Selbstvertrauen, das oft anfangs noch nicht da ist. So gilt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der jeder das Vertrauen haben kann, sich zu zeigen, wie er ist. Das klingt ein bisschen paradox, spielen wir im Theater doch nie uns selbst.
Aber es geht ja auch immer darum, eine Rolle zu interpretieren - das eigene Bild von der Rolle nach außen zu tragen. Ich ermutige gerade Kinder immer, den eigenen Bildern Vertrauen zu schenken.
Dazu muss man sich mit der Rolle auseinander setzen. Und mit den anderen Kindern, die das womöglich anders sehen und mit der Theaterpädagogin, die das noch mal anders betrachtet. Wenn das mit gegenseitigem Respekt und Achtung geschieht, entsteht aus der Arbeit Mut.
Wir haben noch 4einhalb Wochen, um unseren "Tom Sawyer" auf die Bühne zu bringen.
Es braucht auch Mut, der Zeit zu vertrauen.
Also, gehe ich es an und sage mir selbst: "Nur Mut!"
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| Foto: Wilhelm-Ophüls-Schule (bearbeitet) |
Kinderaugen sehen mich leicht unsicher an. "Das war schon ganz schön toll", sage ich "jetzt braucht es nur noch etwas mehr Mut, damit auch alles so beim Publikum ankommt, wie wir uns das alle wünschen." Erleichterung in den Gesichtern. Doch dann kommt die alles entscheidende Frage: "Wie soll der Mut zu uns kommen?"
Eine gute Frage: Woher kommt Mut?
Mut kann nur aus uns selbst kommen. Aber als Theaterpädagogin ist einer meiner Aufträge: "Mut machen!"
Also, frisch auf ans Werk: Man kann auch Mut zusprechen. Aber wirkt das? Vermutlich nicht. Mut muss man erleben. Mut entsteht aus Vertrauen. Selbstvertrauen, das oft anfangs noch nicht da ist. So gilt es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der jeder das Vertrauen haben kann, sich zu zeigen, wie er ist. Das klingt ein bisschen paradox, spielen wir im Theater doch nie uns selbst.
Aber es geht ja auch immer darum, eine Rolle zu interpretieren - das eigene Bild von der Rolle nach außen zu tragen. Ich ermutige gerade Kinder immer, den eigenen Bildern Vertrauen zu schenken.
Dazu muss man sich mit der Rolle auseinander setzen. Und mit den anderen Kindern, die das womöglich anders sehen und mit der Theaterpädagogin, die das noch mal anders betrachtet. Wenn das mit gegenseitigem Respekt und Achtung geschieht, entsteht aus der Arbeit Mut.
Wir haben noch 4einhalb Wochen, um unseren "Tom Sawyer" auf die Bühne zu bringen.
Es braucht auch Mut, der Zeit zu vertrauen.
Also, gehe ich es an und sage mir selbst: "Nur Mut!"
Dienstag, 14. April 2015
KANN MAN ZU VIEL LOBEN?
Nur noch zwei Mal proben, dann haben wir Premiere mit dem Musical "Grenzfälle". Heute war erste Hauptprobe und viele Dinge liefen schon sehr gut.
Musiktheater als Gesamtkunstwerk ist ja immer eine recht komplexe Angelegenheit. Damit diese, manchmal als "nur" Unterhaltung verbrämte, Kunst auch gut rüber kommt, muss alles leicht und spielerisch aussehen. Die Arbeit, die dahinter steckt, darf man nicht sehen.
Und dann hat man 23 Jugendliche vor sich, die mit den Elementen kämpfen: dem Raum, der so viel anders ist, als der Probenraum - mit 650 noch leeren Sitzplätzen, die alle mit der Stimme erreicht werden müssen. Mit dem Licht, das nur dann richtig ist, wenn man gar nichts mehr sieht. Dem Sound: dem eigenen, der aus den Monitorboxen schallt und dem aus dem Orchestergraben: vielstimmig, laut, dominant - aber die eigene Stimme soll noch drüber kommen.
Man kämpft mit den Requisiten und Bühnenaufbauten und dann soll man auch noch Tanzen - und lächelt doch da bitte alle... bildet eine Reihe.... bildet auf keinen Fall eine Reihe.... Sei früher auf der Bühne... komm später auf die Bühne. Spiel schneller, spiel langsamer, ich muss Dich denken sehen... Zeige mir aber nicht, dass Du denkst.... denke es.... spiel mit dem Körper, spiel mit den anderen, spiel doch!
Und dann läuft so Vieles schon richtig gut. Und das Team lobt. Ein Smiley für Dich. Ein Sternchen für Deinen Partner.... aber ist das klug? Am Ende werden die Jugendlichen noch übermütig. Das kennt man ja. Die Arroganz der Jugend: alles klar, alles verstanden, erst mal chillen.... Das kann natürlich passieren, vielleicht denkt das Ensemble auch nicht so. Letztendlich aber haben wir 9 Monate zusammen geübt: und zwar auch wie man arbeitet, wie man schwitzt, wie powert.
Daran kann man sich leicht wieder erinnern. Und es fällt leichter, leicht zu sein, wenn man das alles weiß: die Schwere, die Arbeit und das Leichte, das Fliegen vor Glück, wenn man sich zusammen in den Flow begibt. Dafür braucht es das Lob. Wenn ich mich auf den Weg mache, ist es gut ab und zu zu hören, dass man auf dem richtigen Weg ist.
Warum sollte ich den Pfad dann wieder verlassen, wo wir doch am Ende alle das gleiche Ziel haben? Eine tolle Premiere am Freitag, 17.04. um 20.00 Uhr und zwei weitere tolle Vorstellungen am Samstag, 18.4. und am Sonntag, 19.4. jeweils im Forum Niederberg.
Es gibt noch Karten. Und spätestens nach dieser Hauptprobe weiß ich, dass es sich lohnt: Also, ran an die Tickets, Leute! Das Team der Musik- und Kunstschule, Velbert wird noch die nächsten zwei Proben alles dran geben, dass das Stück zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wird.
| Foto: Anna Schwartz |
Musiktheater als Gesamtkunstwerk ist ja immer eine recht komplexe Angelegenheit. Damit diese, manchmal als "nur" Unterhaltung verbrämte, Kunst auch gut rüber kommt, muss alles leicht und spielerisch aussehen. Die Arbeit, die dahinter steckt, darf man nicht sehen.
Und dann hat man 23 Jugendliche vor sich, die mit den Elementen kämpfen: dem Raum, der so viel anders ist, als der Probenraum - mit 650 noch leeren Sitzplätzen, die alle mit der Stimme erreicht werden müssen. Mit dem Licht, das nur dann richtig ist, wenn man gar nichts mehr sieht. Dem Sound: dem eigenen, der aus den Monitorboxen schallt und dem aus dem Orchestergraben: vielstimmig, laut, dominant - aber die eigene Stimme soll noch drüber kommen.
Man kämpft mit den Requisiten und Bühnenaufbauten und dann soll man auch noch Tanzen - und lächelt doch da bitte alle... bildet eine Reihe.... bildet auf keinen Fall eine Reihe.... Sei früher auf der Bühne... komm später auf die Bühne. Spiel schneller, spiel langsamer, ich muss Dich denken sehen... Zeige mir aber nicht, dass Du denkst.... denke es.... spiel mit dem Körper, spiel mit den anderen, spiel doch!
Und dann läuft so Vieles schon richtig gut. Und das Team lobt. Ein Smiley für Dich. Ein Sternchen für Deinen Partner.... aber ist das klug? Am Ende werden die Jugendlichen noch übermütig. Das kennt man ja. Die Arroganz der Jugend: alles klar, alles verstanden, erst mal chillen.... Das kann natürlich passieren, vielleicht denkt das Ensemble auch nicht so. Letztendlich aber haben wir 9 Monate zusammen geübt: und zwar auch wie man arbeitet, wie man schwitzt, wie powert.
Daran kann man sich leicht wieder erinnern. Und es fällt leichter, leicht zu sein, wenn man das alles weiß: die Schwere, die Arbeit und das Leichte, das Fliegen vor Glück, wenn man sich zusammen in den Flow begibt. Dafür braucht es das Lob. Wenn ich mich auf den Weg mache, ist es gut ab und zu zu hören, dass man auf dem richtigen Weg ist.
| Foto: Anna Schwartz |
Es gibt noch Karten. Und spätestens nach dieser Hauptprobe weiß ich, dass es sich lohnt: Also, ran an die Tickets, Leute! Das Team der Musik- und Kunstschule, Velbert wird noch die nächsten zwei Proben alles dran geben, dass das Stück zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wird.
Samstag, 4. April 2015
ENDPROBEN!
Am Dienstag geht es los! Endproben zum neuen Musical "Grenzfälle" der Musik- und Kunstschule, Velbert. Das Stück ist, wie immer, eine Eigenproduktion. Dabei ist das heutzutage gar nicht so selbstverständlich. Unter Kollegen ist es klar: aktuelle Themen können und sollen gemeinsam mit Jugendlichen neu ausgelotet und gedeutet werden. Das geht am Besten, wenn man es selbst macht.
Die Musik- und Kunstschule, Velbert hat das schon vor zwanzig Jahren begriffen. Aber wirtschaftliche Erwägungen spielen immer mehr hinein in die kreative Arbeit. Denn die verkauften Eintrittskarten spielen bei der Finanzierung solcher Projekte eine große Rolle und auch die Darstellung in der Öffentlichkeit ist natürlich für Fördergeldanträge sehr wichtig. Wenn da steht, die letzten Aufführungen waren immer ausverkauft, kommt es natürlich besser rüber, als wenn man um die Gunst der Zuschauer kämpfen muss.
Und so kommt es, dass Menschen, die gar nichts mit der Pädagogik zu tun haben, fragen, ob man nicht das Konzept mal ändern könnte und lieber bekannte Stoffe auf die Bühne bringt. Am Besten mit einer gecasteten Darstellerschar, die einen Erfolg mehr oder minder garantieren können.
Diese Entwicklung ist natürlich schade. Wie gut, dass ich mit erfahrenen Künstlern zusammenarbeiten darf, für die das keine Option wäre. Kunst kann und darf kein Erfüllungsgehilfe des Stadtmarketings sein. Jugendliche sollten nicht benutzt werden, damit einige sich profilieren können.
Die Jugendlichen und das Werk stehen für sich. Diejenigen Zuschauer, die wir in den letzten Jahren ansprechen konnten, haben das immer wieder beeindruckt bestätigt.
Denjenigen, die auf bekannte Werke hoffen, weil sie auf sichere Einnahmen schielen, entgegne ich "Nur Mut" denn auch Andrew Lloyd Webber war mal ein kleines Licht, den niemand kannte. Jedes Stück hatte mal eine Uraufführung. Jede Komposition war mal ein Risiko! Und was erzählt Webber schon über uns? Dann doch lieber neugierig sein, wie das Ensemble der Musik- und Kunstschule das Thema "Nachbarschaft" interpretiert. Ganz neu, ganz von hier, ganz selbst gemacht.
Und ganz im Sinne des Marketings: Es gibt noch Karten ;-) unter: www.neanderticket.de
| Foto: Anna Schwartz |
Die Musik- und Kunstschule, Velbert hat das schon vor zwanzig Jahren begriffen. Aber wirtschaftliche Erwägungen spielen immer mehr hinein in die kreative Arbeit. Denn die verkauften Eintrittskarten spielen bei der Finanzierung solcher Projekte eine große Rolle und auch die Darstellung in der Öffentlichkeit ist natürlich für Fördergeldanträge sehr wichtig. Wenn da steht, die letzten Aufführungen waren immer ausverkauft, kommt es natürlich besser rüber, als wenn man um die Gunst der Zuschauer kämpfen muss.
Und so kommt es, dass Menschen, die gar nichts mit der Pädagogik zu tun haben, fragen, ob man nicht das Konzept mal ändern könnte und lieber bekannte Stoffe auf die Bühne bringt. Am Besten mit einer gecasteten Darstellerschar, die einen Erfolg mehr oder minder garantieren können.
Diese Entwicklung ist natürlich schade. Wie gut, dass ich mit erfahrenen Künstlern zusammenarbeiten darf, für die das keine Option wäre. Kunst kann und darf kein Erfüllungsgehilfe des Stadtmarketings sein. Jugendliche sollten nicht benutzt werden, damit einige sich profilieren können.
Die Jugendlichen und das Werk stehen für sich. Diejenigen Zuschauer, die wir in den letzten Jahren ansprechen konnten, haben das immer wieder beeindruckt bestätigt.
Denjenigen, die auf bekannte Werke hoffen, weil sie auf sichere Einnahmen schielen, entgegne ich "Nur Mut" denn auch Andrew Lloyd Webber war mal ein kleines Licht, den niemand kannte. Jedes Stück hatte mal eine Uraufführung. Jede Komposition war mal ein Risiko! Und was erzählt Webber schon über uns? Dann doch lieber neugierig sein, wie das Ensemble der Musik- und Kunstschule das Thema "Nachbarschaft" interpretiert. Ganz neu, ganz von hier, ganz selbst gemacht.
Und ganz im Sinne des Marketings: Es gibt noch Karten ;-) unter: www.neanderticket.de
Montag, 16. März 2015
WENN ALLES AN EINEM STRANG ZIEHT
Zur Zeit bin ich mit Proben an dem Musical "Tom Sawyer" beschäftigt.
Das von "Kultur und Schule" finanzierte Projekt wird an der Wilhelm-Ophüls-Schule, Velbert-Langenberg durchgeführt. Meine Kollegin Heike Trimpert hat den musikalischen Part übernommen. So weit, so normal.
Aber die Wilhelm-Ophüls-Schule ist eben keine "normale" Schule. Als Preisträger "Kultur prägt" (2011) hat sich die Schule Kultur nicht nur auf die Fahne geschrieben, sie lebt es auch.
So kann man dort auch ein Probenwochenende durchführen und es melden sich gleich mehrere LehrerInnen und Eltern zum Helfen.
Da setzen sich in ihrer Freizeit Eltern zusammen und überlegen, wie man das Bühnen- und Kostümbildkonzept "Buchillustration" in die Wirklichkeit umsetzt.
Bei der letzten Probe hatte ich mehrere Entwürfe in meinem Fach liegen, die einfach wunderbar waren. So einen regen Austausch erlebt man (leider) selten. Daher freue ich mich besonders, das Stück mit allen Akteuren im Juni aufführen zu können. Musical ist ja immer ein Gesamtkunstwerk - doch hier kann man sehen, dass auch Schule ein Gesamtkunstwerk sein kann.
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| Foto: Wilhelm-Ophüls-Schule (bearb.) |
Das von "Kultur und Schule" finanzierte Projekt wird an der Wilhelm-Ophüls-Schule, Velbert-Langenberg durchgeführt. Meine Kollegin Heike Trimpert hat den musikalischen Part übernommen. So weit, so normal.
Aber die Wilhelm-Ophüls-Schule ist eben keine "normale" Schule. Als Preisträger "Kultur prägt" (2011) hat sich die Schule Kultur nicht nur auf die Fahne geschrieben, sie lebt es auch.
So kann man dort auch ein Probenwochenende durchführen und es melden sich gleich mehrere LehrerInnen und Eltern zum Helfen.
Da setzen sich in ihrer Freizeit Eltern zusammen und überlegen, wie man das Bühnen- und Kostümbildkonzept "Buchillustration" in die Wirklichkeit umsetzt.
Bei der letzten Probe hatte ich mehrere Entwürfe in meinem Fach liegen, die einfach wunderbar waren. So einen regen Austausch erlebt man (leider) selten. Daher freue ich mich besonders, das Stück mit allen Akteuren im Juni aufführen zu können. Musical ist ja immer ein Gesamtkunstwerk - doch hier kann man sehen, dass auch Schule ein Gesamtkunstwerk sein kann.
Mittwoch, 25. Februar 2015
SOMMERTANZ MOVE IT 2014 GEHT IN DIE LETZTE RUNDE
Im letzten Jahr haben 7 junge Tänzerinnen und Tänzer ihre Sommerferien in der börse Wuppertal verbracht, statt ins Schwimmbad zu gehen.
Der Lohn war die großartige Premiere "Don't trust your eyes" und Erfahrungen, die sie das ganze Leben begleiten werden.
Am 26. März kann man nun das innovative Tanztheaterstück unter der Leitung von Nadja Varga und Charlotte Arndt ein letztes Mal in Wuppertal sehen.
Die jungen TänzerInnen haben sich mit dem Thema "Krieg" auseinander gesetzt. Sie selbst wählten das Thema und waren künstlerisch beteiligt, inspiriert von einigen namhaften Choreographen, die ihnen in Workshops Input gaben.
Auch für mich wird das Projekt langsam gen Ende geführt. Derzeit schreibe ich an einigen Kompetenznachweisen, die den jungen Leuten hoffentlich auf ihrem weiteren Lebensweg helfen. Einige Abschlussgespräche sind noch zu führen. Die schwierige Frage: Was hat es gebracht? konnten meine bisherigen Gesprächspartner einhellig mit "viel" beantworten. Von "ich gestalte meinen Alltag nun oft anders" bis hin zu konkreten Berufswünschen ist alles dabei. Für die jungen Tänzerinnen und Tänzer geht als die Reise weiter. Uns bleibt die Videodokumentation von Oliver Freuwörth und Carsten Vosskühler und die Hoffnung auf das neue Projekt, für das bald wieder junge Menschen gesucht werden. In jedem Falle: spannend.
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| Foto: Stefan Eichler |
Der Lohn war die großartige Premiere "Don't trust your eyes" und Erfahrungen, die sie das ganze Leben begleiten werden.
Am 26. März kann man nun das innovative Tanztheaterstück unter der Leitung von Nadja Varga und Charlotte Arndt ein letztes Mal in Wuppertal sehen.
Die jungen TänzerInnen haben sich mit dem Thema "Krieg" auseinander gesetzt. Sie selbst wählten das Thema und waren künstlerisch beteiligt, inspiriert von einigen namhaften Choreographen, die ihnen in Workshops Input gaben.
Auch für mich wird das Projekt langsam gen Ende geführt. Derzeit schreibe ich an einigen Kompetenznachweisen, die den jungen Leuten hoffentlich auf ihrem weiteren Lebensweg helfen. Einige Abschlussgespräche sind noch zu führen. Die schwierige Frage: Was hat es gebracht? konnten meine bisherigen Gesprächspartner einhellig mit "viel" beantworten. Von "ich gestalte meinen Alltag nun oft anders" bis hin zu konkreten Berufswünschen ist alles dabei. Für die jungen Tänzerinnen und Tänzer geht als die Reise weiter. Uns bleibt die Videodokumentation von Oliver Freuwörth und Carsten Vosskühler und die Hoffnung auf das neue Projekt, für das bald wieder junge Menschen gesucht werden. In jedem Falle: spannend.
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